Grußworte

 

Liebe Utzenaicherinnen,
liebe Utzenaicher!

Wir feiern heute die Eröffnung eines zukunftsweisenden Projektes von vier innovativen Landwirten aus Utzenaich – Josef Höckner, Karl Zehentner, Georg Schwarzmayer und Wolfgang Weidlinger, die sich zur Errichtung einer Biogasanlage zusammengeschlossen haben. Es ist eine herausragende und mutige Leistung dieser vier, diese große Investition in die Zukunft zu tätigen.

Das Innviertel ist im Bereich der erneuerbaren Energie seit vielen Jahren federführend. Immer wieder gibt es Initiativen in diese Richtung, die ich sehr begrüße. Unser aller Ziel muss es sein, Österreich unabhängiger von der Energieversorgung aus dem Ausland zu machen. Wir haben in dieser Richtung noch viel Potenzial vorzuweisen.
Betonen möchte ich, dass es die Bauern sind, die zu solchen Leistungen fähig sind und deren Mut zu Investitionen bewundert werden muss. Einen wesentlichen Gesichtspunkt stellt dabei auch die Wertschöpfung für die Region dar, wovon heimische Gewerbebetriebe und letztendlich die Arbeitnehmer profitieren.

Projekte zur Schaffung erneuerbarer Energie verdienen jede Art der Unterstützung, damit es solche Investitionen auch in Zukunft gibt. Ich gratuliere den vier Initiatoren zu dieser Leistung, auf die sie zu Recht stolz sein dürfen.

ÖR Karl Freund

Abgeordneter zum Nationalrat

 


 

Ein Dank dem Ökostrom- Engagement in Utzenaich!

Bereits seit einigen Jahren nimmt Oberösterreich eine Vorreiterrolle in der zukunftsorientierten Energiepolitik ein, geht konsequent den Weg der Nachhaltigkeit und setzt dabei stark auf den Einsatz von heimischen und nachwachsenden Rohstoffen. Dies ist nicht zuletzt durch den engagierten Einsatz von Pionieren möglich, die bereits erstmals vor 15 Jahren Biogas verstromt haben. Im Bereich moderner Biomasse- und Biogasanlagen ist uns gelungen, im Bundesländervergleich die klare Spitzenposition einzunehmen - dies wollen wir selbstverständlich fortsetzen und werden die entsprechenden Anstrengungen noch verstärken.
Die Nutzung der erneuerbaren Energieträger fördert eine positive regionale Entwicklung, erhöht die Wertschöpfung im ländlichen Raum, verringert die Umweltbelastung, sichert Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft und verbessert den sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land.

Dieser nachhaltige Weg ist aber nur deswegen so erfolgreich, da sich die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher in einer Vielzahl von Initiativen im Bereich der erneuerbaren Energieträger engagieren und die Landwirtinnen und Landwirte sich ihrer Rolle als Energiewirt bewusst sind und so einen wichtigen Beitrag leisten. Politik kann nur Rahmenbedingungen vorgeben und durch eine gezielte Förderpolitik diese Eigeninitiativen unterstützen, doch tragen müssen wir alle gemeinsam diesen Weg und uns für die Unabhängigkeit von den Krisenherden dieser Erde einsetzen.
Gemeinsam werden wir es schaffen, unabhängig von Ölimporten und der Kernenergie zu werden, denn nur so können wir die Zukunft für die Generationen nach uns verantwortungsvoll gestalten.

Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, um allen Beteiligten an der Biogasanlage in Utzenaich ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz zu sagen, denn diese Anlage ist ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und ein Teil einer neuen, modernen Energiepolitik.

Ihr

Rudi Anschober

 


 

Biogasproduktion: Beitrag für eine sichere Energieversorgung und Arbeitgeber in einer Zukunftsbranche

Insgesamt wurden in Ö. zwischen 2002 und 2004 210 weitere Biogasanlagen genehmigt. Die prognostizierte Stromproduktion dieser Anlagen stellt ~ 0,9 % des österreichischen Stromverbrauchs dar bzw. können damit 170.000 Haushalte mit umweltfreundlichen Strom versorgt werden. Durch die Anzahl der zu errichtenden Anlagen konnten in der Wirtschaft Arbeitsplätze in einer sehr zukunftsweisenden Branche geschaffen werden. Österreich konnte dadurch auch in diesem Bereich der erneuerbaren Energien eine Spitzenposition einnehmen. Diese Spitzenposition stellt nun den Grundstein für eine erfolgreiche Exportwirtschaft in der Zukunft dar.

Alleine in OÖ. wurden in den letzten Jahren 47 Biogasanlagen genehmigt (davon 6 Erweiterungen). Damit diese Technik auch erfolgreich umgesetzt werden kann erfolgte auf Betreiberseite ein intensiver Wissensaufbau in Form von Seminaren, Exkursionen und in der Zusammenarbeit in der Biogasarbeitsgruppe OÖ. Hier entschieden sich 20 künftige Anlagenbetreiber zur intensiven Zusammenarbeit mit den Zielen:

Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer OÖ. ist der Aufbau dieser Gruppe gelungen und es konnten viele Hürden gemeinsam gemeistert werden. Die wohl langfristigste positive Auswirkung der Arbeitsgruppe besteht sicherlich im intensiven Gedankenaustausch. Neben dem Mut in diese Technik zu investieren haben auch die Betreiber der Utzenaicher Biogasanlage damit ihre soziale Kompetenz bewiesen und dafür gilt ihnen auch ein Besonderer Dank.

Möge das Pflänzlein Biogas seine volle Energie entwickeln können und ein wesentlicher Baustein künftiger Energieversorgung werden.

Franz Kirchmeyr

ARGE Kompost&Biogas

Programmleitung: klima:aktiv biogas

 

 


 

 

Eröffnung Biogasanlage Utzenaich

Aus dem Schlagwort „Biogas“ ist durch die Tatkraft von vier jungen Utzenaicher-Landwirten eine „Biogasanlage“ geworden. Sie sind mutig und entschlossen an diese Aufgabe herangegangen und haben in einem kurzen, verhandlungsreichen und arbeitsintensiven Zeitraum ihr Ziel erreicht: Eine Anlage, die den technischen Fortschritt widerspiegelt und eine neue Form der Energiegewinnung ist.
Für die Landwirtschaft hat sich mit der Energiegewinnung im Allgemeinen ein neues Betätigungsfeld eröffnet, und ist ein Meilenstein in der sich verändernden Landwirtschaft. Es ist in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht ein gewaltiger Einsatz, den auch die öffentliche Hand unterstützt. Somit stellen sich die Biogaserzeuger auch einer großen Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit im Allgemeinen und dem Bauernstand im Besonderen. Vom Betrieb der Biogasanlage sind viele in verschiedener Weise betroffen. Die Landwirte selbst sind gefordert mit ihrem täglichen Engagement, mit ihrem Arbeitseinsatz. Für die landwirtschaftlichen Betriebe ist die Energiegewinnung heute ein Standbein geworden, auf das eine Reihe von Landwirten setzen.
Die Gemeinde hat sich der modernen Entwicklung nicht verschlossen und mit der entsprechenden Flächenwidmung eine Ausgangsbasis für dieses Werk gelegt. In der bäuerlich strukturierten Gemeinde Utzenaich hat die Biogasanlage schon einen festen Platz eingenommen.
Eine ebenso große Verantwortung wie Herausforderung ist die Errichtung und der Betrieb dieser Biogasanlage. Diese muss den höchsten technischen Anforderungen – vor allem auch in punkto Sicherheit – entsprechen, damit aus der Biomasse die Energie wird, die wir wollen, die wir brauchen. In Zeiten internationaler Schwierigkeiten und mit einer ungewissen Zukunft bei den Energieimporten ist umso mehr die eigene Energieversorgung ein Gewinn.

Utzenaich war vor fast 40 Jahren Vorreiter in der Erschließung des ländlichen Raumes durch das Telefon, vielleicht kann Utzenaich mit ihren innovativen Landwirten in diesem Jahrzehnt Vorreiter im Bereich Energiegewinnung und Energieversorgung für den ländlichen Raum werden. So sehe ich mit Interesse der weiteren Entwicklung entgegen, die zum Wohle für den Bauernstand und für die Gemeinde Utzenaich gereichen möge.

Mit freundlichen Grüßen!

Der Bürgermeister

Karl Ehwallner